Eine größere stationäre Einrichtung hatte genug Stellen, aber keine stabile Steuerung.
Ausgangslage: Die Einrichtung war auf dem Papier gut ausgestattet und arbeitete mit hoher Auslastung. Trotzdem entstanden kurzfristige Dienstplanänderungen, Überstunden, steigende Belastung und das Gefühl von Personalmangel. Der Kern lag nicht in fehlenden Stellen, sondern in Brutto-Planung, fehlender Regelbesetzung und einer ungleichen Verteilung der Qualifikationen auf die Wohnbereiche.
Vorgehen: In einer dreistufigen Analyse wurden Dienstplan, Pflegesatzgrundlage, Bewohnerstruktur, Pflegegradmix, Leitungsebene und Rückmeldungen aus dem Team zusammen betrachtet. Danach folgte eine Schulung zur Netto-Dienstplanung und Ausfallsteuerung. Auf dieser Basis wurde eine wohnbereichsbezogene Regelbesetzung entwickelt.
- Die vorhandenen Personalressourcen wurden nach Bedarf, Qualifikation und Wohnbereichslogik neu eingeordnet.
- Leitungskräfte erhielten eine nachvollziehbare Grundlage für Soll-Dienstplanung, Dienstplanbesprechungen und Nachsteuerung.
- Übergabezeiten, Dienstzeiten, Joker-Dienste und Mitarbeiterkommunikation wurden als operative Hebel für die nächste Umsetzungsphase definiert.